ONEITIS
Zuerst mal, was ist eine Oneitis?
Oben war ja schon die Kurzfassung, jetzt mal eine längere aus einem anderen Forum:
1. Definition
Was bedeutet der Begriff “OneItIs"?
Frei übersetzt soviel wie “die eine", “die einzig wahre/richtige", “eine wie keine" usw. Man bezeichnet damit die Versessenheit eines Mannes auf eine Frau. (Natürlich geht es auch andersherum, aber ich bleibe der Einfachheit wegen bei dieser Beschreibung.) Es gibt verschiedene Formen der “OneItIs":
I. Die “pre-LTR-OneItIs" = Eine OneItIs, obwohl die beiden (noch) nicht zusammen sind
II. Die “LTR-OneItIs" = Eine OneItIs, innerhalb einer Beziehung
III. Die “post-LTR-OneItIs"/"ExItIs" = Eine OneItIs, nach einer Beziehung
Die letzten beiden Formen können nochmals in einer besonderen Art auftreten, ich bezeichne sie als “Erste-Liebe-OneItIs".
2. Merkmale
Alle Oneitis- Arten weisen die selben Symptome auf, die der Betroffene bei sich selbst feststellen kann:
- Man achtet die Frau mehr als sich selbst (!!! Einer der wichtigsten Punkte !!!)
- Man glaubt, nicht ohne sie auskommen zu können
- Man verrät oftmals seine Ideale, speziell PU-ler neigen dazu, ihr Game neu zu interpretieren und ihre Werte zu vernachlässigen, wenn nicht sogar zu ändern
- Man sieht Dinge in ihr, die nicht vorhanden sind
- Man biegt sich Worte, Handlungen & Situationen so hin, wie sie einem passen
- Man denkt ständig an die Frau, nahezu ununterbrochen, egal wo/wann
- Man kann/will sich nichts mit einer anderen vorstellen
Innerhalb einer Beziehung, weist man die 3 Grundpfeiler jedes Beziehungsproblems auf:
- Das Gefühl der eigenen Minderwertigkeit
- Das Gefühl der Abhängigkeit
- Das Gefühl der Verlustangst
3. Verhalten
Im Folgenden erläutere ich das Verhalten des OneItIs - Betroffenen allgemein und anschließend spezifisch bei den jeweiligen Arten.
Der Betroffene braucht seine OneItIs, um (scheinbar) glücklich zu sein/ zu werden. Er will möglichst viel Zeit mit ihr verbringen und vernachlässigt dafür viele, meist sogar alle anderen Bereiche seines Lebens. Davon betroffen sind am häufigsten: Schule/Ausbildung/Beruf; Freunde & Familie, also die sozialen Kontakte und Hobbies. Er vernachlässigt also sein Umfeld und letztendlich sich selber. Die Frau wird auf ein Podest gehoben und der eigene Wert (ihr, wie sich selbst gegenüber) sinkt. Dies lässt ihn extrem unattraktiv erscheinen. Das Vergöttern der Person macht diese zum “Preis", man gibt jegliche Macht und Kontrolle ab, sowohl über die Situation, als auch über das eigene Wohlbefinden. Die Gefühlswelt des Oneitiker ist von der OneItIs abhängig.
I. Die “pre-LTR-OneItIs":
Der “Oneitiker" versucht mit allen Mitteln bei der Angehimmelten zu landen, beachtet oft die Richtlinien des “Games" nicht, wird needy und wirkt entsprechend auf die Frau. Er versteift sich auf sie und greift oft zu AFC- Methoden, um sie zu bekommen. Der Betroffene wird zum Beta/Nice-Guy und landet im LJBF-Land (wenn überhaupt). Er erreicht damit das Gegenteil, von dem was er wollte und verdirbt sich quasi jegliche Chance bei der jeweiligen Vertreterin des weiblichen Geschlechts.
II. Die “LTR-OneItIs":
Der Betroffene versucht auf jegliche Art die OneItIs glücklich zu machen und sie bei sich zu halten. Er klammert an ihr und die schon erwähnten “Grundpfeiler jedes Beziehungsproblems" entfalten ihre Wirkung. Die Anziehung geht mehr und mehr verloren. Der Mann weiß sich nicht zu helfen, kann mit dem Verhalten und den Reaktionen der Partnerin nicht umgehen und verrennt sich in seiner Verzweiflung. Oft wird versucht mit Liebesbeweisen /- geständnissen, zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Dies geht damit einher, dass man sich von der Partnerin wie Dreck behandeln lässt, diese also jeglichen Respekt vor einem verliert. Wie sollte sie den auch haben, wenn man ihn selbst nicht mehr hat?! In den Augen der Frau ist der Betaisierungsprozess abgeschlossen, der Mann ist ihr völlig verfallen, sie verliert das Interesse und die Beziehung findet ein schnelles Ende.
III. Die “post-LTR-OneItIs":
Der Betroffene schafft es oft auch nach Monaten (in sehr extremen Fällen, sogar Jahren) nicht, über seine Ex hinwegzukommen. Es werden meist noch SMS & E-Mails geschrieben, man ruft an, versucht ein Treffen rauszuschlagen, will über alles reden, Antworten auf die (meist unnötigen und verzweifelten) Fragen bekommen usw. Auch wenn es dann noch zum Kontakt kommt (oft geschieht dies dann aus Mitleid), hat dieser nie die erhoffte Folge/Wirkung, was jedoch nicht zu einer Einstellung des Verhaltens führt, im Gegenteil, dieses wird noch schlimmer und kann (schon wieder diese extremen Fälle) an die Grenzen der Kriminalität reichen.
IV. Die “Erste-Liebe-OneItIs":
Sie unterscheidet sich im Verhalten nicht von den beiden oberen. Man(n) schafft es einfach nicht, sich von der Frau loszusagen. Die Unterschiede dieser Form werden erst in den Ursachen und dem daraus resultierenden Weg zu ihrer Aufhebung wichtig. Es ist jedoch jetzt schon anzumerken, dass es sich um die “Erste Liebe" handelt, also die erste ernsthaftere Beziehung, der erste Sex usw.
4. Der Mechanismus
Hinter dem eben erklärten Verhalten steckt ein Mechanismus, der bei allen Formen ähnlich funktioniert.
Der Betroffene fühlt bestimmte Gefühle, wenn er mit der OneItIs zusammen ist bzw. auf irgendeine Art Kontakt mit ihr hat. Er selbst sieht nur die guten, es werden Glückshormone ausgeschüttet, man fühlt sich lebendig und lebensfroh. Doch das Zusammensein/der Kontakt mit der Person, hat auch negative Emotionen zur Folge: Verlustangst, Eifersucht, Wut (über sich selber, wenn man etwas tut, was der OneItIs mißfällt) und weitere. Diese treten dem Oneitiker jedoch nichts ins Bewußtsein, und selbst wenn, gibt er sich selbst die Schuld für sie. Bei einigen Menschen ist es jedoch auch der Fall, dass sie sehr wohl bemerken, dass sie schlechte Gefühle haben, diese jedoch wollen. Hier kommt ein Hang zur Selbstzerstörung / -bestrafung zum Wirken. Man ist der Meinung, auch diese schlechten Gefühle zu verdienen und will diese empfinden. Man verbindet mit der OneItIs also gewollte Gefühle und möchte diesen Zustand beibehalten.
Wenn die OneItIs dann weg, bzw. kein Kontakt zu ihr mehr vorhanden ist, setzt man alles daran, diese Gefühle wiederzuhaben. Und sieht diese eine Frau als einzige Möglichkeit, das zu erreichen. Also kommt man immer wieder zu ihr an, um noch ein bißchen zu fühlen, ein Stück es wie früher zu haben. Man quält sich selbst.
5. Die (oberflächlichen) Gründe
I. Die “pre-LTR-OneItIs:
Man lernt flüchtig eine Frau kennen, fühlt sich sehr stark auf sexueller Basis zu ihr hingezogen (meist ohne zu wissen, warum) und fällt schon den ersten Push & Pull - Spielchen ihrerseits zum Opfer. Ködern & Warten tragen ihren Teil dazu bei und ehe die Verführung auch nur angefangen hat, wurde der Betroffene von der Frau bereits aussortiert. Er kennt sie meist kaum und malt sich in seiner Phantasie einfach aus, “wie es wohl wäre" etc. Selbst wenn man(n) mit der Angebeteten zusammenkommen sollte, nach kurzer Zeit löst sich meist das Traumbild auf und man blickt der Realität ins Gesicht. Eine Frau mit Makeln, Schwächen und Fehlern. Schuld ist meist der Wunsch des Mannes nach der “perfekten Frau". In manchen Fällen, kann dies unterbewußt daherkommen, dass Man(n) versucht eine Frau zu finden, die seiner Mutter ähnelt, da diese als “Idealbild der Frau" angesehen wird.
II. Die “LTR-OneItIs":
Wie im berühmten PS I-TV-Coaching erklärt wird, entsteht eine OneItIs oft aus Mangelbewusstsein. Wer viele Frauen hat bzw. haben kann, hat wesentlich seltener eine OneItIs, als ein ®AFC. Wie war das? “wesentlich seltener"? Also haben auch die “Player" manchmal eine? Nur am Mangel kann es also nicht liegen… Gehen wir also weiter: Man hat bei einer OneItIs das Gefühl, so eine nie wieder finden zu können. Woran liegt das? Weil die OneItIs so viele Eigenschaften besitzt, die man an einer Frau schätzt, bzw. sich von einer wünscht. Es müssen aber auch gar nicht so viele Eigenschaften davon erfüllt sein, manchmal reicht es schon, dass man sich zu der Frau sexuell hingezogen fühlt und ein, zwei Charakterzüge an ihr wertschätzt. Der Rest der Wünsche wird vom eigenen Gehirn einfach “dazugelogen".
Man sieht alles in ihr, was man ihr sehen will und wenn irgendwas an ihrem Verhalten dem widerspricht, wird das alles so hingedreht und zurechtgerückt, das einfach alles als “toll", “wunderbar" und “liebenswert" gedeutet wird. Frei nach dem Motto: “Was nicht passt, wird passend gemacht."
Es entsteht also eine Art “Idealbild der Frau" und der OneItIs wird zugesprochen, dieses Ideal zu erreichen/ am ehesten auszufüllen.
Man(n) projiziert Wunschvorstellungen und Illusionen in eine Frau, die oft kaum noch etwas mit der eigentlichen Person zu tun haben. Das man von einem anderen Menschen diese Eigenschaften will, erklärt Max ganz simpel: Sie fehlen einem selber. Dazu wird folgendes Beispiel genannt: Er selbst entwickelte immer eine OneItIs, wenn eine Frau ihn viel und liebevoll umsorgte. Sie kochte für ihn, räumte auf, usw. Hiermit kommen wir zu einem von Enigma in seinem Buch angesprochenen Punkt, oft ist eine OneItIs die Reaktion auf Betaisierungsversuche der Frau. Sie gibt einem Mann, was dieser will und sich wünscht, um ihn bei sich zu halten. Er neigt dazu, sich an sie zu binden und schon bald kommen Gedanken wie “keine andere könnte mir das alles geben blabla". LdS sieht darin eine “verunreinigte Liebe", da sie Minderwertigkeit, Abhängigkeit und Angst beinhaltet. “Symptome eines unbefriedigten Daseins", wie er es formuliert. Man hat noch keine Möglichkeit gefunden, mit den eigenen Problemen fertig zu werden.
Die OneItIs “löst" diese (scheinbar). “Ich brauch mich nicht mehr mit der AA beschäftigen, oder damit mein Game zu verbessern, ich hab ja jetzt ‚die Richtige‘ gefunden, wozu noch weiter Frauen kennenlernen?!" Man braucht sich nicht weiterzuentwickeln. Wozu lernen sich selbst zu umsorgen, wenn das doch schon eine Frau macht? Sie dient als Ablenkung von den Mängeln des eigenen Lebens, von den Problemen. Die OneItIs macht alles herrlich einfach.
III. Die “post-LTR-OneItIs":
Die Beziehung ging zu Ende, meist geschah die Trennung von der Frau aus und der Betroffene sieht sich nun wieder mit sich selbst konfrontiert. Die OneItIs bot so eine herrliche Ablenkung vom eigenen Leben, man richtete einfach alles nach ihr und brauchte kein eigenes mehr. Die eigene Entwicklung wurde meist vernachlässigt, nun steht man erneut den eigenen Mängeln und Fehlern gegenüber. Völlig alleine. Dies will man natürlich nicht.
Sie war der (scheinbare) Schlüssel zur Lösung aller Probleme und wer will das schon aufgeben?! Außerdem hat man, aufgrund seines Verhaltens, innerhalb der Beziehung stark an Wert verloren (in den eigenen Augen und denen der Frau) und sieht sich nun auch damit konfrontiert. Man fühlt sich wie der letzte Haufen Scheiße. Der Mensch neigt außerdem dazu, nur gutes zu sehen und all die schlechten Eigenschaften des Partners zu verdrängen/vergessen, wenn dieser Schluss gemacht hat. Man idealisiert erneut.
Die OneItIs verkörperte alle Eigenschaften, die man an einer Frau wertschätzt und der Glaube, nur “diese eine" hat diese lässt einen verzweifeln. Sie gab einem gute Gefühle und man ankerte diese mit ihr und der Beziehung. Diese Anker sitzen tief im Unterbewusstsein und lassen einen noch Monate nach dem Beziehungsaus in Trauer verfallen. Unter PU-lern ist zudem nicht selten folgender Grund für so eine Form der OneItIs zu finden: Verletzter Stolz. Man hält sich und das eigene Game für das tollste und beste, was einer Frau passieren kann, sieht das dann mal eine anders und beendet die Beziehung sogar sieht sich der Betroffene in seiner “Ehre" und seinem “Stolz" verletzt. Meist wird dann sofort das Regame aufgenommen, schließlich muss man sich selbst, der Ex und am Besten auch gleich dem Forum beweisen, was man so alles draufhat.
IV. Die “Erste-Liebe-OneItIs":
Der oft noch ziemlich unschuldige Mann kommt auf welche Art auch immer mit einem Mädchen zusammen (jetzt rede ich mal nicht von einer “Frau", da diese OneItIs - Form meist in jungen Jahren anzutreffen ist) und verliebt sich zum ersten Mal. Das erste Mal wird also sein sexuelles Interesse geweckt.
Die Gründe für dieses sexuelle Interesse bleiben meist unverarbeitet und im Dunkeln, dies trägt dazu bei, dass bei einer Trennung, das Hinwegkommen über die Ex oft etwas länger dauert, als bei einer normalen post-LTR-OneItIs.
Aufgrund dessen und dem kaum vorhandenen Sexuallebens werden auch die eigenen sexuellen Eigenschaften in die OneItIs projiziert. Natürlich weist diese Form der Liebe auch schnell Enigma’s “Verunreinigungen" auf, immerhin ist man noch unerfahren und neu auf dem Gebiet der Verführung. Junge Frauen sind oft sehr ehrgeizig was ihre Reize angeht, heißt: Sie wollen sich an Typen testen. Sie wollen sehen, wie sie auf Männer wirken und diese Macht ausnutzen.
Sie wollen ihr sich-entwickelndes weibliches Wesen kennenlernen und ausleben. Darunter leiden dann die “Opfer".
Oft ist bei diesen noch ein “Frame-Problem" vorhanden, ala “die erste Liebe ist die einzig wahre" und schon findet man sich in der Scheiße wieder, egal ob innerhalb oder nach der Beziehung.
Dies sind also die gängigen Gründe der verschiedenen Oneitis- Formen.
(Credits an Yekoking)
Ist leider ein bißchen umfangreich, aber hier sehr wichtig.
Wie also aus dieser Falle wieder rauskommen?
Es gibt zwar verschiedene Oneitis- Arten, aber im Grunde nur einen Weg, wie man sie überwinden kann:
- trefft Euch mit Frauen!
Und ich rede hier vom Treffen. Vom Fuck-ten-other-women ( FTOW ) laut PU rate ich ab. ( siehe hierzu unten )
Seht es wie den obigen Punkt ( Leute treffen ). Lernt und bemerkt, wie viele tolle andere Frauen es außer Eurer Ex auf dieser Welt gibt. Daß wirklich JEDE Frau etwas besonderes hat. Vielleicht sind sie sexuell oder beziehungstechnisch nicht interessant, aber es geht hier zuerst mal nur darum, den interessanten und spannenden Menschen gegenüber kennenzulernen.
Wohlgemerkt, ich rede hier noch nicht von Sex!
Wenn ihr diese anderen Frauen kennengelernt hat, macht mal einen Vergleich mit Eurer Ex. Wie verhält sie sich im Vergleich zu ihr? Behandelt sie Euch besser, respektvoller, freundlicher als die Frau, von der Ihr gemeint habt, sie liebe Euch?
So leid es mir tut, ich komme hier nicht drum rum, einen Begriff zu erwähnen, der immer noch viel zu oft in PU genannt wird: FTOW. Andere Frauen gamen, bis zum Lay.
Zu dieser Methode: Ja, man erkennt, dass andere Frauen auch tolle Eigenschaften besitzen. Ja, die Fixierung von einer Frau wird gelöst.
Aber diese Art der “Überwindung" weist dieselben Merkmale auf, wie heutzutage oft der “Heilungsweg" der Modernen Medizin: Das Symptom wird behandelt, nicht die Ursache. FTOW führt schlichtweg nur dazu, dass man halt für andere Frauen eine OneItIs entwickelt. Das Symptom wird behandelt, indem es verschoben wird.
Bei einer pre-LTR-OneItIs kann dies aber durchaus der erste Schritt sein, um erst einmal die Fixierung auf die eine Person zu lösen und sich anschließend auf den Weg zu machen, die OneItIs an der Wurzel zu packen.
Das Allerwichtigste daran, die Oneitis los zu werden, ist, sie herunterzuleveln.
Das geschieht dadurch, dass man die ihr andiktierten Wundergaben einfach sich selbst zuschreibt, und damit das Machtverhältnis umkehrt. Aber zuerst muss man herausfinden - welche sie hat. Das geschieht einfach durch eine Beschreibung.
· Was ist so besonders an ihr?
· Was macht sie aus?
Wenn ihr wisst welche Eigenschaften diese Oneitis hat, schreibt sie ihr ab, und dichtet sie euch selbst an. Beziehungsweise, bringt euch diese Fähigkeit, dieses Gefühl selbst. Das, was die Oneitis angeblich mit euch macht, schafft ihr auch durch euch selbst.
Lasst euch nicht vorher wieder von euren Idealen ficken - wenn ihr sie loshaben wollt, dann müsst ihr Schritte dafür tun.
Ein Beispiel - sie ist besonders willensstark. So seit es selbst! Wenn sie einen dummen Satz loslässt, kritisiert sie. Kämpft in Worten mit ihr. Gewinnt. Wenn auch nur in Gedanken. Kämpft.
Vielleicht werdet ihr einige Anläufe brauchen, um einen Sieg davon zu tragen. Aber ihr werdet ihn davontragen, wenn ihr nur wollt - und mit diesem eurem Dickschädel durch die Wand eurer psychologischen Barriere rennt.
Lasst euch auch hier nicht wieder von irgendwelchen Idealen oder sinnlosen Vorstellungen von Ritterlichkeit oder anderen Dogmen den Willen verwirren. Geht voran, und löst euch im Willenskampf von den Komplexen, immer weiter, immer mehr. Bis sie eine unter den vielen ist, die ihr später haben könnt.
Dogmen sind euer größter Feind. Sie sind der Dreh und Angelpunkt eures Kreisens um die Oneitis. "Es gibt nur eine" "Sie ist die Beste" "Keine ist so liebevoll/schön/willensstark/sonstwas". STIMMT NICHT. Einige sind es sogar noch mehr. Sie sind auch die Gründe für das innere Push&Pull, das ich oben beschrieben habe.
Bis jetzt, und bis in die Oneitis hinein, haben euch diese Dogmen Ideale und Wertvorstellungen das Gehirn gefickt. Sie haben euch tanzen lassen, wie einen Bär, den man vor die Füße schießt. "Es kommt keine mehr wie sie". Sie haben euch zu Hunden gemacht, die das kleinst bisschen Echtheit lecken würden, das sie finden.
Jetzt ist es an der Zeit, die Dogmen zu ficken. Entschuldigt meine Schreibweise, aber ich finde kein besseres Wort dafür.
Räumt sie aus, dann kommt ihr schnell von ihr weg. Die "Gefühle" der Hinziehung zur Einen sind lediglich Sehnsüchte die sich durch die Dogmen bilden. Diese werden aber nie richtig befriedigt, solange ihr an diesen Dogmen festhaltet.
Nochmal zurück zu meiner Geschichte:
Zu diesem Zeitpunkt bekam ich erste Zweifel ob ich meine Ex wirklich zurück haben will.
Viele der neu kennen gelernten Frauen waren witziger, intelligenter, aufmerksamer mir gegenüber, freundlicher und - zu meiner Schande - waren manche ( eigentlich die meisten ) auch besser im Bett als meine Ex.
Und je weiter ich an den von mir genannten Punkten gearbeitet habe, desto mehr Zweifel kamen.
Und es kam der Zeitpunkt, als ich sie wieder getroffen habe. Das erste zufällige Treffen hatten wir ca. 8 Monate nach der Trennung.
Es muß sie richtig umgehauen haben, wie sehr ich mich in der Zeit verändert hatte.
Sie hat es dann irgendwie geschafft, daß wir uns in der folgenden Zeit sehr oft getroffen haben.
Sie hat diese Treffen irgendwie organisiert, ich habe immer noch meine KS eingehalten. Es gab in all der Zeit keinerlei Kontaktversuche meinerseits. Ich habe auch danach nichts unternommen um sie zufällig zu treffen.
Ungefähr einen Monat nach dem ersten Treffen kamen die ersten Signale von ihr, daß sie u.U., vielleicht, möglicherweise an einer Wiederaufnahme unserer Beziehung interessiert wäre.
Ihr Pech war nur, daß der koc zu diesem Zeitpunkt nicht mehr der koc zum Beziehungsende war. Der wollte sie nicht mehr und hat ihr das dann recht deutlich zu verstehen gegeben. Der exakte Wortlaut (hust) tut hier nichts zur Sache, war aber erfolgreich.